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Da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel zugehört
hatte, und weil er sah, daß er (Jesus) ihnen gut geantwortet hatte, fragte er
ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen? Jesus aber antwortete ihm: Das
erste Gebot unter allen ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein;
und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und mit deiner
ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Dies
ist das erste Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: Du
sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als diese ist kein anderes
Gebot. (Markus-Evangelium 12: 28-31) An diesen zwei Geboten hängen das ganze
Gesetz und die Propheten. (Matthäus-Evangelium, 22:40)
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen sein;
ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
(Jesus Christus im Matthäus-Evangelium, 11:28-30)
Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig
ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und
demütigen Geistes sind, auf daß ich erquicke den Geist der Gedemütigten und
das Herz der Zerschlagenen.
(Jesaja, 57:15)
Ihr Lieben, lasset uns untereinander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott;
und wer lieb hat, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht lieb
hat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe: Daran ist erschienen die Liebe
Gottes unter uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß
wir durch ihn leben sollen. Darin steht die Liebe; nicht, daß wir Gott
geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung
für unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns
auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns
untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Daran
erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geist
gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn
gesandt hat zum Heiland der Welt. Wer nun bekennet, daß Jesus Gottes Sohn ist, in
dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe,
die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt
in Gott und Gott in ihm. (1. Johannesbrief, 4: 1-17)
Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit
Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine
Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer
Paukenschlag. Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüßte alle Geheimnisse
Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge
versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts. Selbst wenn
ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben
opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst. Liebe ist
geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht
und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst
bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht,
sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt
alles, sie hofft alles und hält allem stand.
(1.Korinther 13)
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