der Mensch strebt nach dem Glück. Ich
meine, echtes Glück ist nur auf der Grundlage der Wahrheit möglich. Also
wird er auch nach Wahrheit streben. Streben hat etwas Beständiges,
Streben ist ein Drang, der mich immer wieder anhält, Dinge zu
überdenken.
Und wenn ich Dinge überdachte, stellte ich auffällig oft fest, dass
alles nicht optimal läuft ... oft nicht mal halbwegs befriedigend, ja,
manches (und nicht weniges) kaum zu ertragen war. Ich war ehrlich zu mir
selbst, als ich dachte, dass ich bestimmt niemals glücklich sein würde,
mit den Dingen von denen andere oft sagten: „So ist das nun mal“, oder:
„... damit wirst du dich abfinden müssen“. Ich hatte oft das Gefühl,
dass das berühmte „muß ja“ auf die Frage „wie geht´s?“- trotz Schmunzeln
und hihihi in Wahrheit eben doch einen ernsten Hintergrund hat.
Natürlich habe auch ich manchmal lieber mit „muß ja“ geantwortet, als
sofort loszuheulen oder darüber zu sinnieren, wie schrecklich viele
Dinge sind und so.
All das Positive, die gute Kraft, die mich als Kind noch angetrieben
hat, im Vertrauen auf Rettung oder aus Leidenschaft Dinge zu tun, die
ich wollte oder musste war besetzt mit großer Angst vor Ablehnung .
Alles irgendwie eingeschnürt – über andere hab ich immer gerne gesagt:
die sind ja so verkrampft! Selber immer schön Sachen gemacht, die
zumindest nach Freiheit aussahen. Schön absaufen, am besten jeden Tag,
schön verantwortungslos sein, für kaum jemanden greifbar, ein bißchen
träumen, immer hübsch nett und danach gefragt, geht’s immer gut und
keine Probleme. Ach ja, bis auf, oh ich hab keine Kohle und irgendwie
bin ich heut fertig und müde, aber sonst bin ich cool und alles geht
klar.
Doch ich merkte nichts ist klar und schon gar nichts geht. Die Einsicht
darüber ist erdrückend... schafft Druck. Druck, der zum Feind wird, der
mich verfolgte und nicht schlafen ließ.
Diese Dinge spielten sich aber sehr verborgen (hoch auf den Gipfeln und
tief in den Tälern meiner Seele) ab und blieben meist - bis auf wenige
Ausnahmen - unbemerkt von Freunden und Mitmenschen.
Kaum ein Mensch sieht uns direkt ins Herz. Gott tut das. Kein Mensch
konnte mir die Suche erleichtern, mich finden lassen, was ich brauchte,
mir dieses Feuer schenken – glücklich zu sein aus der ganzen Tiefe
meines Herzens, Weg zu kommen von dem chronischen Selbstzer-fragen.
Jesus hat das getan. Ja.
Kurz nach meiner Taufe am Karfreitag im März diesen Jahres, fühlte ich
mich kaum anders als vorher auch. Ich hatte mich schon länger mit der
Bibel, mit Gott und der Lehre Jesu Christi beschäftigt und war zu einer
Art festem Glauben gekommen. Aus Überzeugung.
Doch jetzt, fast genau ein halbes Jahr später, stelle ich fest, dass
sich ohne meine persönliche Leistung, ohne Anstrengung, sowohl in meinem
inneren, als auch in meinem äußerenLeben sehr viel und sehr wichtiges
verändert hat. Zum Guten. In die richtige Richtung. Ich bin sehr dankbar
dafür. Durch mein „Ja“ zu Jesus Christus bin ich im eiskalten Wasser der
Este gestorben und fühle mich nun immer öfter wiedergeboren. Oft hab ich
so ein Gefühl von wie und was? Oder ohh!?.. weiß nicht so richtig warum
und mach ich’s richtig und überhaupt. Aber welches Kind stört es schon,
nicht zu wissen, weshalb der Papa es gerade in den Arm nimmt und woher
das warme Wasser in der Badewanne kommt. Hauptsache der Vater hat mich
lieb und es geht mir gut. Schließlich bin ich ja erst sechs Monate alt.
Langsam lerne ich laufen und damit verbunden
spüre ich auch den Boden unter meinen Füßen immer öfter und besser. Ich
weiß jetzt, wo es hin geht. Deswegen fühle ich mich sicher. Ich spüre
jeden Tag, dass Jesus in meinem Leben das Ruder übernommen hat. Das ist
wunderbar. Ich lasse mich führen und leiten, im Leben mit meiner
Familie, draußen im Alltäglichen und im Geist. Natürlich ist das Leben
für mich heute kein reines Ringelrein-Tänzchen. Sicher hat es immer noch
seine Tücken und Tiefen, die manchmal sehr dunkel sind. Ich habe auch
heute noch hin und wieder schlechte Laune, weil ich mich in
Anfeindungen, Ängsten oder Sorgen einfangen lasse, doch heute kann ich
jederzeit aufräumen... in meinem Herzen. Heute weiß ich, dass es nur
einen gibt, der mich verdammen kann und der das auch ständig und
regelmäßig versucht. Der mich rausreißen will, aus dem Leben zurück ins
Dunkel, in ein Dasein in Angst und Sorge. Doch jetzt weiß ich, wo ich
hingehen muß um mir dabei Hilfe zu holen, und oft ist sie schon
unterwegs, bevor ich darum gebeten habe. Ich kann kaum sagen warum und
weshalb ich weiß, dass Gott mich gesehen hat, als ich auf dem Weg zu Ihm
war.
Jesus hat mich in seine Arme geschlossen . . . Halleluja!!
Tja, jetzt ist unsere erste CD am. Start das ganze Drumherums,
organisiert und betriebsbreit. Jens und ich sitzen in den Startlöchern,
um uns die Gitarren auf die Schulter zu schmeissen und irgendwo und
überall zu spielen. Da kriege ich das Gefühl: ey gar nichts ist fertig,
jetzt geht es erst richtig los. Gottes segensreiche Wirken hat uns
hierher gebracht, all das in kürzester Zeit, mit Hilfe von vielen
wunderbaren Helfern und Gebern, um mich in meinem Herzen fühlen zu
lassen. Fühlen zu lassen, andere Herzen berühren zu wollen, um sicher zu
sein, damit alles zu tun, was mit Musik dieser Art geht: Anderen einen
Anstoß zu geben, damit sie ,wie ich, direkt in Seine Arme laufen.
Nehmen wir das größte Geschenk, das der Menschheit je gemacht wurde an
und geben wir der Liebe mehr Raum in unserem Leben, schöpfen wir aus
dieser unerschöpflichen Quelle und lasst uns Gott den Vater unseres
Herrn Jesus Christus dafür preisen!
Ich hoffe sehr und weiß, dass wir noch dieses Jahr reichlich unterwegs
sein werden und freue mich schon jetzt jeden einzelnen von Euch zu
treffen.
Gottes reichen Segen – bis bald!
Mark Rosenbrock
Mark Rosenbrock arbeitet als Altenpfleger und lebt mit seiner Frau
Katarina und seinem Sohn Yannek in Hamburg. |